
Bei einer kompletten Haushaltsauflösung ist es verlockend, möglichst schnell Platz zu schaffen. Gerade bei älteren Einrichtungen sollte jedoch nicht sofort mit der Entsorgung begonnen werden.
Zwischen gewöhnlichen Gebrauchsmöbeln können sich Stücke befinden, die noch einen Marktwert besitzen.
Das können beispielsweise sein:
Eine erste Einschätzung vor der Räumung hilft dabei, verwertbare Stücke von gewöhnlichem Hausrat zu unterscheiden.
Sie möchten eine Wohnung oder ein Haus vollständig räumen lassen und wissen nicht, was mit den vorhandenen Möbeln geschehen soll? Wittkowski unterstützt Sie bei der professionellen Haushaltsauflösung – von der Besichtigung und Sichtung des Inventars über den Abtransport bis zur fachgerechten Entsorgung und besenreinen Übergabe.
Gut erhaltene Möbel können privat angeboten werden. Online-Kleinanzeigen und andere Verkaufsplattformen bieten dafür verschiedene Möglichkeiten.
Der private Verkauf kann sich insbesondere lohnen, wenn:
Allerdings sollte der damit verbundene Aufwand nicht unterschätzt werden.
Möbel müssen fotografiert und beschrieben werden. Anschließend müssen Anfragen beantwortet, Preise verhandelt und Abholtermine vereinbart werden.
Bei einer zeitkritischen Haushaltsauflösung kann dies schnell problematisch werden.
Handelt es sich um antike Möbel, Designklassiker oder andere interessante Stücke, kann ein professioneller Ankauf infrage kommen.
Dabei wird zunächst geprüft, ob für das konkrete Möbelstück eine entsprechende Nachfrage besteht.
Für die Bewertung sind unter anderem relevant:
Ein hohes Alter bedeutet dabei nicht automatisch einen hohen Marktwert.
Eine pauschale Antwort ist kaum möglich. Besonders interessant können jedoch Möbel mit nachvollziehbarer Herkunft, bekannten Herstellern oder außergewöhnlicher handwerklicher Qualität sein.
Hinweise können beispielsweise sein:
Solche Merkmale sollten vor einer Entsorgung genauer betrachtet werden.
Nicht jedes Möbel besitzt einen relevanten Verkaufswert. Trotzdem können gut erhaltene Einrichtungsgegenstände noch weiter genutzt werden.
Eine Weitergabe an Familie, Freunde oder andere Interessenten kann daher eine Alternative zur Entsorgung darstellen.
Bei einer Haushaltsauflösung mit festem Übergabetermin sollte allerdings berücksichtigt werden, dass auch kostenlose Abholungen organisiert werden müssen.
Bleiben zugesagte Abholer aus, kann dies den gesamten Ablauf verzögern.
Defekte, stark beschädigte oder nicht mehr nachgefragte Möbel müssen im Rahmen einer Haushaltsauflösung häufig fachgerecht entsorgt werden.
Gerade große Möbelstücke verursachen dabei zusätzlichen Aufwand.
Schränke, Betten oder Wohnwände müssen möglicherweise zunächst demontiert werden, bevor sie aus der Wohnung transportiert werden können.
Auch folgende Faktoren können den Aufwand erhöhen:
Diese Punkte sollten bei der Planung einer Haushaltsauflösung berücksichtigt werden.
Ein häufiger Irrtum lautet: Je älter ein Möbelstück ist, desto wertvoller muss es sein.
Das stimmt nicht zwangsläufig.
Auch auf dem Antiquitätenmarkt bestimmen Angebot und Nachfrage den erzielbaren Preis. Manche historischen Möbel sind heute nur schwer verkäuflich, während bestimmte Designmöbel aus dem 20. Jahrhundert stark nachgefragt sein können.
Deshalb sollte ein Möbelstück immer individuell eingeschätzt werden.
Bei einer Haushaltsauflösung nach einem Todesfall ist besondere Aufmerksamkeit sinnvoll.
Angehörige kennen häufig weder Alter noch Herkunft der vorhandenen Einrichtung. Ein vermeintlich gewöhnlicher Schrank oder Sessel kann deshalb vorschnell falsch eingeordnet werden.
Vor Beginn der Räumung sollten mögliche Wertgegenstände und interessante Möbel identifiziert werden.
Neben Möbeln lohnt sich dabei auch ein Blick auf:
So lässt sich vermeiden, dass verwertbare Gegenstände zusammen mit dem übrigen Hausrat entsorgt werden.
Gerade bei alten Möbeln kann der Wunsch entstehen, Gebrauchsspuren vor einem Verkauf zu beseitigen.
Abschleifen, Lackieren oder der Austausch alter Beschläge kann bei antiken Möbeln jedoch relevante Originalmerkmale verändern.
Vor einer Bewertung sollten deshalb möglichst keine größeren Restaurierungsarbeiten vorgenommen werden.
Insbesondere Herstelleretiketten, Stempel und andere Kennzeichnungen sollten erhalten bleiben.
Befinden sich tatsächlich ankauffähige Möbel oder andere Wertgegenstände im Haushalt, kann eine Wertanrechnung möglich sein.
Dabei werden die entsprechenden Stücke zunächst bewertet. Kommt ein Ankauf zustande, kann der Ankaufspreis mit den Kosten der Haushaltsauflösung verrechnet werden.
Wie hoch eine solche Anrechnung ausfällt, hängt immer vom individuellen Bestand und dem tatsächlichen Marktwert ab.
Nicht jedes gut erhaltene Möbelstück besitzt automatisch einen relevanten Ankaufwert.
Bei einem älteren oder umfangreichen Haushalt ist die Reihenfolge wichtig.
Sinnvoll kann folgender Ablauf sein:
Dadurch bleiben mögliche Werte erhalten und die eigentliche Räumung kann anschließend strukturiert durchgeführt werden.
Wer Möbelverkauf, Transport und Entsorgung vollständig selbst organisiert, muss häufig zahlreiche Einzeltermine koordinieren.
Bei einer professionellen Haushaltsauflösung können verschiedene Arbeitsschritte gebündelt werden.
Je nach Auftrag gehören dazu beispielsweise:
Gerade bei einem festen Übergabetermin kann ein zentral organisierter Ablauf Zeit und Koordinationsaufwand reduzieren.
Was mit Möbeln bei einer Haushaltsauflösung passiert, hängt von Zustand, Qualität und Nachfrage ab. Einige Stücke können verkauft oder weitergegeben werden, andere kommen für einen professionellen Ankauf infrage. Nicht mehr verwertbare Möbel müssen hingegen fachgerecht entsorgt werden.
Besonders bei älteren Haushalten und Nachlässen empfiehlt sich deshalb eine Sichtung vor der eigentlichen Räumung. So können antike Möbel, Designklassiker und andere Wertgegenstände erkannt werden, bevor sie versehentlich entsorgt werden.