
Eine vollständige Haushaltsauflösung bedeutet nicht nur, Möbel aus der Wohnung zu tragen.
Je nach Haushalt können folgende Arbeiten notwendig sein:
Bei einem Einfamilienhaus kommen häufig Garage, Gartenhaus, Terrasse oder weitere Nebenräume hinzu.
Bei kleineren Haushalten kann eine Räumung in Eigenregie durchaus sinnvoll sein.
Das gilt insbesondere, wenn:
Eine kleine Wohnung lässt sich daher wesentlich einfacher selbst räumen als ein über Jahrzehnte bewohntes Einfamilienhaus.
Wer selbst räumt, sollte nicht nur die eigentliche Arbeitszeit berücksichtigen.
Zusätzlicher Aufwand entsteht beispielsweise durch:
Insbesondere der Verkauf einzelner Gegenstände kann viel Zeit beanspruchen. Fotos müssen erstellt, Anzeigen veröffentlicht, Nachrichten beantwortet und Termine vereinbart werden.
In Schränken, Schubladen, Kellern und Abstellräumen befindet sich meist wesentlich mehr Hausrat, als zunächst sichtbar ist.
Hinzu kommt die notwendige Sortierung.
Nicht alles kann einfach gemeinsam entsorgt werden. Persönliche Unterlagen müssen gesichert, verwertbare Gegenstände erkannt und verschiedene Materialien gegebenenfalls getrennt werden.
Bei einem umfangreichen Haushalt kann sich die Räumung dadurch über mehrere Tage oder Wochen erstrecken.
Ein Fachunternehmen kann insbesondere dann interessant sein, wenn die Räumung schnell und vollständig durchgeführt werden muss.
Typische Situationen sind:
Angehörige müssen häufig innerhalb eines begrenzten Zeitraums einen kompletten Nachlass sichten und eine Wohnung auflösen.
Neben dem organisatorischen Aufwand kommt eine persönliche Belastung hinzu. Professionelle Unterstützung kann einen erheblichen Teil der praktischen Arbeiten übernehmen.
Beim Wechsel in ein Pflegeheim kann meist nur ein kleiner Teil des bisherigen Hausrats mitgenommen werden.
Die verbleibende Wohnung muss anschließend aufgelöst werden. Häufig besteht dabei ein konkreter Übergabetermin.
Soll ein Haus verkauft werden, muss es oftmals zunächst vollständig geräumt werden.
Eine professionelle Haushaltsauflösung kann dabei helfen, die Immobilie innerhalb eines planbaren Zeitraums für Übergabe, Renovierung oder Verkauf vorzubereiten.
Befindet sich die aufzulösende Wohnung in einer anderen Stadt, können wiederholte Anfahrten erheblichen organisatorischen Aufwand verursachen.
Ein Ansprechpartner vor Ort kann die Abwicklung deutlich vereinfachen.
Eine selbst durchgeführte Haushaltsauflösung ist nicht automatisch kostenlos.
Abhängig vom Umfang können Kosten entstehen für:
Deshalb sollten vor der Entscheidung nicht nur die Kosten eines Fachunternehmens betrachtet werden, sondern auch die tatsächlichen Eigenkosten und der erforderliche Zeitaufwand.
Unabhängig davon, ob die Haushaltsauflösung selbst durchgeführt oder ein Unternehmen beauftragt wird, sollte der Hausrat vorher auf mögliche Wertgegenstände geprüft werden.
Interessant können beispielsweise sein:
Solche Gegenstände sollten nicht vorschnell zusammen mit dem übrigen Hausrat entsorgt werden.
Für Laien ist der tatsächliche Marktwert alter Gegenstände häufig schwer einzuschätzen.
Ein Möbelstück kann sehr alt sein und trotzdem kaum Nachfrage besitzen. Umgekehrt kann ein jüngerer Designklassiker einen relevanten Marktwert haben.
Bei der Bewertung werden deshalb verschiedene Faktoren berücksichtigt:
Besonders bei Nachlässen kann eine Sichtung vor Beginn der Räumung sinnvoll sein.
Befinden sich geeignete Antiquitäten oder andere verwertbare Gegenstände im Haushalt, kann gegebenenfalls eine Wertanrechnung erfolgen.
Dabei werden die entsprechenden Objekte bewertet und angekauft. Der Ankaufspreis kann anschließend mit den Kosten der Haushaltsauflösung verrechnet werden.
Ob und in welcher Höhe eine Wertanrechnung möglich ist, hängt immer vom vorhandenen Hausrat und dem tatsächlichen Marktwert der Gegenstände ab.
Die Beauftragung eines Fachunternehmens kann insbesondere folgende Vorteile bieten:
Vor der Beauftragung sollte der Umfang der Arbeiten möglichst genau besprochen werden.
Ein Angebot für eine Haushaltsauflösung sollte nachvollziehbar darstellen, welche Leistungen enthalten sind.
Wichtige Punkte sind beispielsweise:
Eine vorherige Besichtigung erleichtert insbesondere bei größeren Haushalten eine realistische Kalkulation.
Eine pauschale Antwort gibt es nicht.
Bei einer kleinen Wohnung, ausreichend Zeit und mehreren Helfern kann die Haushaltsauflösung in Eigenregie funktionieren.
Bei großen Haushalten, festen Übergabeterminen, umfangreichem Hausrat oder einer Nachlassauflösung kann professionelle Unterstützung dagegen viel organisatorischen und körperlichen Aufwand ersparen.
Entscheidend sind vor allem vier Faktoren: Umfang, Zeit, verfügbare Helfer und vorhandene Wertgegenstände.
Wer eine Haushaltsauflösung selbst machen möchte, sollte vorab realistisch kalkulieren. Transport, Entsorgung, Arbeitszeit und Organisation können einen erheblichen Aufwand verursachen.
Bei umfangreichen Räumungen kann ein professionelles Unternehmen eine planbare Alternative sein. Vor der eigentlichen Haushaltsauflösung sollten außerdem mögliche Antiquitäten und Wertgegenstände geprüft werden. So wird verhindert, dass verwertbare Stücke versehentlich entsorgt werden.