
Bei einer Haushaltsauflösung entsteht schnell Zeitdruck. Möbel müssen entfernt, Schränke geleert und große Mengen Hausrat sortiert werden. Trotzdem sollte nicht sofort mit der Entsorgung begonnen werden.
Besonders bei einem Nachlass wissen Angehörige häufig nicht genau, was sich in Schubladen, Schränken, Kellern oder auf dem Dachboden befindet.
Eine erste Sichtung ist deshalb ein wichtiger Schritt.
Unterlagen sollten möglichst frühzeitig vom übrigen Hausrat getrennt werden.
Dazu können gehören:
Dokumente sollten nicht ungeprüft zusammen mit alten Ordnern oder Papierstapeln entsorgt werden.
Der finanzielle Wert eines Gegenstands ist nicht immer entscheidend. Familienfotos, Briefe, Fotoalben oder persönliche Erinnerungsstücke lassen sich nach einer Räumung häufig nicht ersetzen.
Gerade bei einer Haushaltsauflösung nach einem Todesfall sollten Angehörige deshalb ausreichend Zeit für die persönliche Sichtung einplanen.
Wertgegenstände befinden sich nicht zwangsläufig dort, wo man sie erwartet.
Schmuck, Münzen, Uhren oder Bargeld können beispielsweise in:
aufbewahrt worden sein.
Deshalb sollten Möbel vor dem Abtransport vollständig kontrolliert werden.
Alte Gegenstände werden bei einer Haushaltsauflösung häufig als nicht mehr zeitgemäß betrachtet und für die Entsorgung vorgesehen.
Doch Alter, Design und äußerer Eindruck reichen nicht aus, um den tatsächlichen Marktwert zu beurteilen.
Interessant können beispielsweise sein:
Vor der Entsorgung kann deshalb eine professionelle Bewertung sinnvoll sein.
Nicht nur die Wohnräume verdienen Aufmerksamkeit. Gerade in Keller, Dachboden, Garage oder Abstellräumen lagern häufig Gegenstände, die seit vielen Jahren nicht mehr genutzt wurden.
Dort können sich neben gewöhnlichem Hausrat auch alte Möbel, Kunstwerke, Sammlungen oder persönliche Dokumente befinden.
Diese Bereiche sollten deshalb ebenfalls vollständig gesichtet werden.
Für die Vorbereitung einer Haushaltsauflösung eignet sich eine einfache Einteilung.
Behalten:
Persönliche Gegenstände, Dokumente und Dinge, die weiterhin benötigt werden.
Bewerten oder verkaufen:
Antiquitäten, Schmuck, Kunst und andere möglicherweise wertvolle Gegenstände.
Verschenken oder spenden:
Gut erhaltene Dinge ohne relevanten Ankaufwert, die weiterhin genutzt werden können.
Entsorgen:
Defekte, unbrauchbare oder nicht mehr verwertbare Gegenstände.
Mit dieser Einteilung lässt sich der Haushalt wesentlich strukturierter bearbeiten.
Bei einer kompletten Haushaltsauflösung kann der Einzelverkauf von Möbeln und Hausrat schnell sehr zeitaufwendig werden.
Fotos erstellen, Anzeigen veröffentlichen, Anfragen beantworten und Termine koordinieren kosten Zeit. Hinzu kommt, dass viele Gegenstände trotz guten Zustands nur eine geringe Nachfrage haben.
Bei Antiquitäten und anderen hochwertigen Objekten kann deshalb ein professioneller Ankauf die unkompliziertere Alternative sein.
Werden bei der Sichtung verkäufliche Antiquitäten oder Wertgegenstände entdeckt, können diese gegebenenfalls angekauft werden.
Der ermittelte Ankaufspreis kann auf Wunsch mit den Kosten der Haushaltsauflösung verrechnet werden.
Dadurch werden zwei Schritte miteinander kombiniert: Wertgegenstände werden fachgerecht verwertet und gleichzeitig können sich die Kosten der Räumung reduzieren.
Vor einer professionellen Sichtung sollten möglicherweise wertvolle Gegenstände möglichst unverändert bleiben.
Insbesondere Antiquitäten sollten nicht:
werden.
Originalzustand, Patina, Herstellerkennzeichnungen oder Signaturen können für eine spätere Bewertung relevant sein.
Nicht jeder Haushalt muss vollständig vorsortiert sein, bevor ein Fachunternehmen mit der Arbeit beginnen kann.
Gerade bei großen Wohnungen, Häusern oder umfangreichen Nachlässen kann eine gemeinsame Besichtigung sinnvoll sein. Dabei lässt sich einschätzen, welche Gegenstände möglicherweise verwertbar sind und welcher Aufwand für die eigentliche Räumung entsteht.
Eine gründliche Sichtung vor der Haushaltsauflösung schützt davor, wichtige Dokumente, persönliche Erinnerungen oder wertvolle Gegenstände zu verlieren.
Besonders Antiquitäten, Schmuck, Silber, Kunstwerke und Designer Möbel sollten vor der Entsorgung fachgerecht eingeschätzt werden. Anschließend kann die eigentliche Räumung wesentlich strukturierter erfolgen.